Als Gastwirt vom Valserhof nennt mich das ganze Dorf nur «Rufena-Peter». Das hat seinen Grund: Zuoberst an der Gasse, die steil hinaufführt vom Dorfplatz, steht das Haus, wo ich aufgewachsen bin. Dort auf der «Rufena» haben wir hinter meinem Elternhaus ein kleines Hotel gebaut. Der Valserhof ist kein Haus mit besonderen Allüren. Zu uns kommen Leute, die wissen, was sie wollen. Gewiss gefällt allen die Aussicht über die Steindächer hinunter auf die Kirche und auch der Blick hinauf zum «Hoora». Und vielleicht ist man tatsächlich daheim bei uns zwischen «ünschna leida ruucha Bärga».

Aussicht hinunter
auf die Kirche
Das Massiv, das Vals vom Tessin trennt, heisst Adula; das bedeutet «die Zentralalpen». Und Vals liegt wirklich mitten in den Bergen, wie ein Versteck, weitab vom Lärm mondäner Urlaubsorte. Von Chur über IIanz geht’s durch Schluchten und Abgründe ins südlichste Tal der Surselva; und erst ganz hinten öffnen sich die Felsen: Holzhäuser mit Steindächern umschliessen die weisse Kirche.
Vals – ein wildes Bergtal
Die Leute hier stammen ursprünglich aus dem Wallis, etwa aus dem Gebiet um Zermatt; und noch heute, siebenhundert Jahre später, weiss man im Dorf, warum die Vorfahren in dieser Wildnis geblieben sind: «Das Zerfreilahorn gleicht akkurat dem Matterhorn.»
Zimmer mit Charme